Abteilung Trampolin
Der Sport Trampolin hat jahrzehnte lang Tradition beim TUS und ist nach wie vor eine begehrte Sportart. Durch die Attraktivität der Sportart haben sich gleich mehrere Trainingsgruppen in der Woche etabliert.
Die Trampoliner sind sehr aktiv im gesamten Verein. Bei jedem Sportfest stellt die Trampolingruppe eine große Anzahl von Helfern, haben dabei gemeinsam Spaß, und es wieder immer mal wieder gemeinsam gefeiert.
Die Gruppe hat einen großen Mädchenanteil. Jungs sind deshalb gerne willkommen in dieser Sportart!
Einmal im Jahr übernachten alle Gruppen gemeinsam in der Turnhalle und auch andere Sportgruppen sind jedes Jahr hierzu herzlich eingeladen. Dann wird bis spät in die Nacht geturnt.
Trainingszeiten
| Trainingsgruppe | Trainingszeit | Ort | Übungsleiter/in |
|---|---|---|---|
| Anfänger (ab 6 Jahre) | TuS Sporthalle | Meike Kunz, Jada Kleres, Gloria Pawlak | |
| Fortgeschrittene/ Leistungsgruppe | TuS Sporthalle | Lisa Bender, Jada Kleres, Julian Russler | |
| Fortgeschrittene/ Leistungsgruppe | TuS Sporthalle | Lisa Bender, Jada Kleres, Julian Russler |
Das Wichtigste auf einen Blick
Auszug aus wikipedia Stand Mai 2012
Geschichte
Die erste allgemeine Form des Trampolinspringens war das Hüpfen auf einer Matratze. Das Trampolinturnen nahm seinen Anfang im Zirkus. Hier war für die Hochartisten ein Sicherheitsfangnetz unter dem Arbeitsplatz aufgebaut, das trampolinähnliche Eigenschaften aufwies. Die Hochartisten ließen sich zum Abschluss Ihrer Darbietungen in das Netz fallen und turnten dort als Zugaben noch einige Salti. So kam man auf die Idee, dieses zu einer eigenständigen Nummer auszubauen, und stellte zu diesem Zweck spezielle Geräte her. So erbaute der US-Amerikanische Hochartist George Nissen Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts das zu seiner Zeit beste Sprunggerät. Später gründete er die erste Firma, die Trampoline professionell herstellte und damit weltweit bekannt wurde. Noch heute trägt die Veranstaltung „Nissen Cup“ seinen Namen. In den USA erfolgte somit auch die rasanteste Entwicklung des Trampolinturnens.
In Deutschland baute Albrecht Hurtmanns 1951 in Süchteln eine erste „Wurfmaschine“. Ein Gestell aus Eisenrohren, das Tuch aus Rolladengurten vernäht und mit Fahrradschläuchen gespannt, diente es in seinem Verein ASV Süchteln als Sprunggerät. Dr. Heinz Braecklen und Mitarbeiter an der jungen Sporthochschule in Leipzig entwickelten 1953 ebenfalls ein Trampolin als Trainingshilfsgerät für Wasserspringer. 1955 konstruierte Alfred Gockel aus Altenessen zunächst ein erstes, instabiles Modell aus Holz.
Schließlich wurden die schon professionellen amerikanischen Geräte 1958 zum Deutschen Turnfest in München u. a. durch Georg Nissen vorgestellt. Doch zunächst wurden erste Anträge der jungen Disziplin auf Mitgliedschaft im Internationalen Turnerbund (FIG) zu dessen Kongressen 1959 und 1961 abgelehnt. Zu einem Treffen der ersten Trampolin-Nationen kam es 1964 auf Initiative des Deutschen Turner-Bundes in Frankfurt am Main. Daraus wurde die Gründungsversammlung des Internationalen Trampolin-Verbandes F. I. T.
Im gleichen Jahr fanden die I. Welttitelkämpfe in London statt. 1996 gab es die XIX. Weltmeisterschaften in Vancouver, 1998 fanden sie in Sydney statt, 1999 gab es in Sun City, Südafrika, zum zweiten Mal nach 1974 Trampolinweltmeisterschaften in Afrika.
Am 1. September 1997 beschloss das Internationale Olympische Komitee in Lausanne, Schweiz, endgültig die Aufnahme der Trampolin-Einzelkonkurrenzen in das offizielle Programm der Olympischen Spiele 2000 in Sydney.
Sicherheitsmaßnahmen
Beim Trampolinturnen können auf guten Geräten Sprunghöhen von bis zu 9 Metern erreicht werden. Daher sind Sicherheitsmaßnahmen unverzichtbar. Insbesondere im unorganisierten Freizeitsport wird dies allzu oft vernachlässigt, was beim Sturz von Gerät insbesondere mit dem Kopf voran leicht mit dem Tode enden kann. Im organisierten Vereinssport stellen sich Mitturner zu einer sogenannten Sicherheitsstellung rund um das Gerät auf und erlernen das richtige Verhalten beim „Abgang“ eines Springers. Sehr verbreitet und bei Wettkämpfen obligatorisch ist die Methode, das Gerät rund herum mit weichen Großmatten auszustatten. Diese Matten sind so ausgelegt, dass man in der Regel einen Sturz aus großer Höhe verletzungsfrei übersteht. Eine dieser Matten wird von der Sicherheitsstellung bewacht und kann bei misslungenem Sprung auf das Trampolin geschoben werden und beugt so Verletzungen vor. Dieses Verfahren nennt man im Fachjargon „Schiebematte“. Auch bei Wettkämpfen kommt dies zum Einsatz. Über eine Anwendung entscheidet auch dort die Sicherheitsstellung.
Insbesondere beim Erlernen neuer Sprünge hält ein mitspringender Helfer ein Handtuch fest, das stramm um die Hüfte des Schülers gewickelt ist. Das Festhalten kann auch an der Kleidung des Schülers geschehen. Diese Methoden begrenzen sich jedoch auf das Erlernen eines einfachen Saltos und erfordern vom Helfer für eine gute Sicherung ausreichende Erfahrung. Bei komplizierteren Sprüngen kommt die Decken-Longe und die Schiebematte zum Einsatz.
Barfüßiges Springen birgt die Gefahr eines Verfangens der Zehen in den Maschen des Sprungtuches. Einfache Strümpfe helfen hiergegen, bergen aber in der Regel eine Rutschgefahr. Wichtig ist daher eine leichte Fußbekleidung mit rutschfester Sohle, wie zum Beispiel Gymnastikschuhe. Diese sorgen für größere Hygiene und halten gleichzeitig den Fußschweiß vom Tuch fern und vermeiden dessen Alterung und Unansehnlichkeit.
Wettkampfverfahren
Allgemeine Bestimmungen
Eine Übung auf dem Trampolin umfasst 10 Sprünge, was 10 Tuchberührungen entspricht. Sie wird aus dem Anspringen mit dem ersten von einem Strecksprung abweichenden Sprung begonnen. Erlaubt sind Landungen auf beiden Füßen, im Sitzen (Sitzlandung), auf dem Rücken (Rückenlandung) oder auf dem Bauch (Bauchlandung). Der letzte Sprung einer Übung muss immer in den Stand geturnt werden. Eine gute Übung zeichnet sich zum Einen durch eine sichere korrekte Ausführung und gestreckte Körperglieder aus, bewertet als Haltung, zum Anderen durch eine hohe Schwierigkeit. Übungen werden einzeln oder in einem Synchronwettkampf zu zweit auf nebeneinander stehenden Geräten geturnt.
Die Haltungsnoten werden von 5 Kampfrichtern bestimmt. Für 10 perfekte Sprünge kann man pro Kampfrichter 10 Punkte bekommen. Von diesen 10 Punkten werden die Haltungsabzüge subtrahiert. Die höchste und niedrigste Haltungsnote werden gestrichen und die verbleibenden drei Noten ergeben in der Summe die Haltungsnote. Für die Ermittlung des Schwierigkeitswertes sind ein bis zwei Kampfrichter zuständig, die gemeinsam einen Schwierigkeitswert berechnen (siehe Schwierigkeitsberechnung). In Synchronwettkämpfen wird die Haltung jedes der beiden Turner von zwei Kampfrichtern bestimmt, von deren insgesamt vier Noten ebenfalls die höchste und niedrigste Note gestrichen werden. Die Synchronität bewerten 3 Kampfrichter, deren nach den Streichungen verbleibende mittlere Note verdoppelt in das Gesamtergebnis eingeht. In Einzelwettkämpfen wird zusätzlich von einem speziellen Gerät die Sprunghöhe gerunde auf 5/1000 gemessen. Ein extra für dieses Gerät zuständiger Kampfrichter zeigt das Ergebnis auf.
Es wird unterschieden in Pflichtübungen und Kürübungen. Pflichtübungen sind 10-teilige Übungen mit vorgegebenen Elementen. Kürübungen werden aus 10 beliebigen und verschiedenen Sprungelementen kombiniert. In den Kürübungen gilt es, den Schwierigkeitsgrad der Elemente in Kombination mit der Ausführung dieser zu optimieren. Ein Wettkampf hat im Normalfall 3 Durchgänge:
Pflichtübung (auch: 1. Übung), bei der nur die Ausführung bewertet wird (Ausnahme: Übung M10, hier wird die Schwierigkeit von 2 beliebigen Sprüngen mitbewertet. Diese 2 bewerteten Sprünge dürfen in der Kür nicht wiederholt werden.)
Kürübung (auch: 2. Übung), bei der Ausführung und Schwierigkeit bewertet werden
Finale, bei dem in der Regel die acht oder zehn besten TurnerInnen aus dem Vorkampf eine zweite Kür turnen. Sind im Vorkampf weniger als zwölf Aktive am Start, nehmen 2/3 der Teilnehmer am Finale teil.
Schwierigkeitsberechnung
Die Schwierigkeit eines Sprunges wird durch die Anzahl der Rotationen um die Körper-Längsachse (Schrauben) und die Körper-Querachse (Salto) bestimmt. Hierbei ist die Stellung des Oberkörpers maßgeblich. Ein seitlich gesprungener Salto (Radschlag in der Luft, sogenannter Araber) erfordert ein ausgeprägtes Gleichgewichtsempfinden, wird nur von wenigen beherrscht, gilt als unfallträchtig und ist im offiziellen Wettkampfsport nicht vorgesehen.
Sprünge bei denen sich der Oberkörper seine Stellung nicht verändert zählen Null Punkte. Hierzu gehören der Stand-, Grätsch-, Hock-, Bück-, Grätschwinkel- (kombinierte Grätsche/Bücke) sowie der Sitzsprung.
Je 1/2-Schraube (Drehung um 180 Grad um die Längsachse des Körpers) gibt es 0,1 Punkte,
Je 1/4-Salto (Drehung des Oberkörpers um 90 Grad um die Breitenachse des Körpers) gibt es ebenfalls 0,1 Punkte.
Als Bonus gibt es 0,1 Punkte für jede volle 360 Grad Salto-Rotation.
Als Bonus gibt es 0,1 Punkte für jeden vollen Salto in gestreckter oder gebückter Ausführung bei Einfachsalti ohne Schrauben bzw. Mehrfachsalti mit und ohne Schrauben.
Ein Sprung vom Stand in die Rückenlandung zählt als 1/4 Salto rückwärts und wird somit mit 0,1 Punkten in der Schwierigkeit bewertet. Ein Sprung vom Stand in den Sitz hat keine Schwierigkeitswertung, da weder eine Schraube noch ein Viertelsalto (keine Oberkörperbewegung) gesprungen wurde.
Hier einige Beispiele:
Sprung Schwierigkeit
Salto vw/rw c 0,5
Salto vw/rw a,b 0,6
Barani a, b und c 0,6 Vorwärtssalto mit 1/2 Schraube
Schraubensalto 0,7 Rückwärtssalto gestreckt mit 1/1 Schraube
Rudolph 0,8 Vorwärtssalto mit 1 1/2 Schraube
Doppelschraubensalto 0,9 Rückwärtssalto gestreckt mit 2/1 Schraube
Randolph 1,0 Vorwärtssalto mit 2 1/2 Schraube
Doppelsalto rw c 1,0
Doppelsalto rw b 1,2
Fliffis b 1,3 Doppelsalto vorwärts gebückt mit halber Schraube im zweiten Salto)
a = gestreckte Position, b = gebückte Position, c = gehockte Position , rw = rückwärts , vw = vorwärts
Den aktuellen Schwierigkeits-Weltrekord hält seit dem 12. Juni 2010 Jason Burnett (CAN). Er zeigte einen Schwierigkeitsgrad von 18,8 Punkten beim Nissen-Cup in der Schweiz.
Pflichtübungen
Pflichtübungen des Deutschen Turner-Bundes (DTB) (EDV-Nummern 611 – 919) Stand: 2008[1][2] Die Pflichtübungen gehen von P1–P10 und M5–M10 (M=Meisterklasse)
P1
Sitzsprung
Stand
Grätsche
Hocke
½ Schraube
P2
Sitzsprung
Sprung in den Stand
Grätsche
Sitzsprung
½ Schraube in den Stand (halbe Stand)
Hocke
½ Standsprungschraube (halbe Stand)
P3
Sitzsprung
Sprung in den Stand
Grätschwinkelsprung
½ Schraube in den Sitz (halbe Sitz)
½ Schraube in den Stand (halbe Stand)
Hocke
Sitzsprung
½ Schraube in den Sitz (halbe Sitz)
Sprung in den Stand
½ Standsprungschraube (halbe Stand)
P4
Rückensprung
Sprung in den Stand
Grätschwinkelsprung
½ Schraube in den Sitz (halbe Sitz)
½ Schraube in den Stand (Halbe Stand)
Hocke
Sitzsprung
½ Schraube in den Sitz (halbe Sitz)
Sprung in den Stand
Bücke
P5
Bücke
½ Schraube in den Sitz (halbe Sitz)
½ Schraube in den Stand (halbe Stand)
Grätschwinkelsprung
Rückensprung
½ Schraube in den Stand (halbe Stand)
Sitzsprung
Sprung in den Stand
Hocke
Salto rückwärts c
P6
Salto rückwärts c
½ Schraube in den Sitz (halbe Sitz)
½ Schraube in den Stand (halbe Stand)
Grätschwinkelsprung
Rückensprung
½ Schraube in den Stand (halbe Stand)
Hocke
½ Standsprungschraube (halbe Stand)
Bücksprung
Salto rückwärts b
P7
Salto rückwärts b
Grätschwinkelsprung
Salto rückwärts c in den Sitz
½ Schraube in den Sitz (halbe Sitz)
Sprung in den Stand
Bauchsprung
Sprung in den Stand
½ Standsprungschraube (halbe Stand)
Hocke
Salto vorwärts b
P8
½ Schraube in die Bauchlage (halbe Bauch)
Sprung in den Stand
Hocke
Salto rückwärts c in den Sitz
½ Schraube zum Stand (halbe Stand)
Bücke
Salto rückwärts b
Grätschwinkelsprung
Salto rückwärts c
Barani c, b oder a
P9
Die folgenden Sprünge müssen in einer 10-teiligen Übung in beliebiger Reihenfolge enthalten sein:
Cody c
Salto rückwärts c
Salto rückwärts b
Salto rückwärts a
Barani (frei)
Es müssen 10 verschiedene Sprünge sein. Die anderen Übungsteile können frei gewählt werden, jedoch muss die Übung eine Mindestschwierigkeit von 3,4 Punkten haben.
P10
Die folgenden Sprünge müssen in einer 10-teiligen Übung in beliebiger Reihenfolge enthalten sein:
Cody c
Babyfliffis c (1/2 aus)
Salto rückwärts b
Salto rückwärts a
Barani a
Es müssen 10 verschiedene Sprünge sein. Die anderen Übungsteile können frei gewählt werden, jedoch muss die Übung eine Mindestschwierigkeit von 4,0 Punkten haben.
M5
3/4 Salto rückwärts a
Stand
Grätschwinkelsprung
Salto rückwärts c
Barani (frei)
Bücke
Salto b rw
Hocksprung
Salto c rw in den Rücken
1/2 Drehung in den Stand
M6
3/4 Salto rückwärts a
Stand
Salto rückwärts c
Barani a
Salto rückwärts a
Grätschwinkelsprung
Salto rückwärts c in den sitz
Stand
3/4 Salto vw a
1/2 Schraube in den Stand
M7
3/4 Salto rückwärts a
Cody c
Grätschwinkelsprung
Salto rückwärts b
Barani a
Salto rückwärts a
Hocksprung
Salto rückwärts c
3/4 Salto vw a
Babyfliffis c
M8
Die folgenden Sprünge müssen in einer 10-teiligen Übung in beliebiger Reihenfolge enthalten sein: Die anderen Übungsteile können frei gewählt werden,jedoch darf maximal ein Übungsteil weniger als 270° Saltorotation aufweisen.
schraubensalto
Babyfliffis b
Cody (frei)
Salto rückwärts a
3/4 Salto rückwärts (frei)
M9
Zehn verschiedene Übungsteile,mindestens 9 davon mit mindestens 270° Saltorotation. Folgende 4 Bedingungen müssen in unterschiedlichen Sprüngen erfüllt werden und mit einem Sternchen auf der Wettkampfkarte markiert werden: 1. Ein Sprung in Bauch- oder Rückenlage 2. Ein Sprung aus dem Bauch- oder Rückenlage in Kombination mit Bedingung 1 3. Ein Doppelsalto vorwärts oder rückwärts mit oder ohne Schrauben 4. Ein Sprung mit mindestens 540° Schraubenrotation
M10
Zehn verschiedene Übungsteile, jedes mit einem Minimum von 270° Saltorotation Zwei (2) Übungsteile, welche auf der Wettkampfkarte mit einem Sternchen markiert werden, gehen mit ihrem Schwierigkeitsgrad zusätzlich in die Pflichtendwertung ein. Keiner dieser beiden Sprünge darf in der 1. Kürübung wiederholt werden, ansonsten zählt der Schwierigkeitsgrad des wiederholten Sprunges nicht.
Technik
Im Spitzenleistungsbereich werden bei internationalen Wettkämpfen Kürübungen aus Dreifachsaltos und überwiegend Doppelsaltos gezeigt. Die Turnerinnen und Turner führen innerhalb kürzester Zeit zahlreiche schnelle und komplexe Bewegungen aus, und landen dennoch aufrecht, sicher und bereit für den nächsten Absprung. Dabei werden Sprunghöhen von mehr als 5 Metern über dem Trampolinniveau erreicht, die mit Belastungen des mehrfachen Körpergewichts während des Kontakts mit dem Gerät im Wechsel mit der Schwerelosigkeit verbunden sind.
Die größte Schwierigkeit in der Beherrschung solcher Sprunghöhen liegt darin, die bei der Rückfederung des Trampolintuchs freiwerdende Energie zu kontrollieren, exakt in Aufwärtsrichtung zu lenken, und nicht etwa darin, sich kräftig genug abzustoßen. Dies ist nur mit ausgezeichneter Stabilisierung, der sogenannten Spannung, des gesamten Körpers möglich, woran die Muskelgruppen des Schultergürtels und des gesamten Rumpfes wesentliche Anteile haben.
Die Absprungphase ist für die Ausführung eines einzelnen Sprungs entscheidend, denn nur hier kann aufgrund des Kontakts mit dem Gerät die Richtung und der Drehimpuls der Bewegung beeinflusst werden. Die Arme werden möglichst senkrecht nach oben gehalten. Schon eine kleine Abweichung davon führt bei der hohen Beschleunigung zu sehr großen Haltekräften. Daneben werden im Absprung durch schnellkräftiges Beschleunigen der Beine nach vorne (Schienbeindruck) oder hinten (Fersendruck) Saltorotationen in Rückwärts- bzw. Vorwärtsrichtung erzeugt.
Die Flugphase ist unterteilt in die Einleitung, in der Schraubrotationen erzeugt werden sowie ggf. zu von der Streckung (a-Position) abweichenden Körperpositionen wie Bücke (b-Position) oder Hocke(C-Position) übergegangen wird, sowie die sogenannte Öffnung, innerhalb derer für die Landung wieder eine gestreckte Position eingenommen wird. Durch Veränderungen der Körperhaltung können die Salto- und Schraubrotation beeinflusst werden. Eine asymmetrische Verlagerung der Arme wandelt zwischen Salto- und Schraubrotation, was physikalisch bestätigt ist.
Die faszinierende Komplexität der schwierigen Sprünge wie zum Beispiel ein Doppelsalto rückwärts mit eingehender 1/2 Schraube und ausgehenden 1 1/2 Schrauben (im Kurzjargon "1/2 ein – Rudi aus" genannt) ist möglich durch große Anteile an nicht bewusst gesteuerten Bewegungen. Hierzu werden Sprünge im Training sehr oft wiederholt, so dass Bewegungsabläufe als Automatismus programmartig ausführbar sind und bewusst lediglich kurz angestoßen werden müssen. Bei neuen Sprüngen kann auf bereits Erlerntes zurückgegriffen werden. Diese Methode funktioniert nicht nur bei Leistungsturnern, jeder durchschnittlich begabte Sportler ist grundsätzlich fähig, einen einfachen Salto zu erlernen. Die Trainer sind für die Leistungen der Turner bedeutend, denn die richtige Vermittlung und Kontrolle der Sprungtechniken ermöglichen optimale Fortschritte und die stetige Erhaltung der Fähigkeit, Haltung und Schwierigkeit zu steigern.
Terminologie
Verschiedene Sprünge haben Eigennamen bekommen, da dies die Unterhaltung über die Sprünge deutlich erleichtert.
Adolf (Adi) – Salto vorwärts mit 3 1/2 Schrauben
Baby-Fliffis – 5/4 Salto vorwärts mit 1/2 Schraube aus dem Rücken
Barani – Salto vorwärts mit 1/2 Schraube
Cody – 5/4 Salto rückwärts aus dem Bauch zum Stand
Doppelschraube – Salto rückwärts mit doppelter Schraube
Fliffis – Doppelsalto vorwärts mit 1/2 Schraube im zweiten Salto
Halb-ein halb-aus – Doppelsalto rückwärts mit 1/2 Schraube im ersten und 1/2 Schraube im zweiten Salto
Miller – Doppelsalto rückwärts mit dreifacher Schraube (ursprünglich 2-1/2-Ein-Barani-Aus, heute meist Voll-Ein-Doppel-Aus, benannt nach Wayne Miller 1964/5)
Miller Plus (Killer) – Doppelsalto rückwärts mit vierfacher Schraube
Randolf (Randi) – Salto vorwärts mit 2 1/2 Schrauben
Riesen-Baby – 9/4 Salto vorwärts aus dem Rücken mit 1/2 Schraube zum Stand
Rudolf (Rudi) – Salto vorwärts mit 1 1/2 Schrauben
Schraubencody – 5/4 Salto rückwärts mit 1 Schraube aus dem Bauch zum Stand
Schraubensalto (Kurzform "Schraube", wegen Verwechslung mit allgemeiner Bedeutung nur zulässig im Kontext von Saltos) – Salto rückwärts mit ganzer Schraube; allgemein auch jeder Salto mit mindestens 1 Schraube
Voll-Ein – Doppelsalto rückwärts mit 1 Schraube im ersten Salto
Voll-Voll-Voll – Dreifachsalto mit je einer Schraube pro Salto
Triffis – Dreifachsalto mit 1/2 Schraube im letzten Salto (Quadriffis = 4-fach usw., wobei noch niemand einen "Quintiffis" gesprungen ist)
X-Ein-Y-Aus – Doppelsalto mit X Schrauben im ersten und Y Schrauben im zweiten Salto; bei ganzzahliger Gesamtschraubenrotation handelt es sich um einen Rückwärtssalto (zum Beispiel Halb-Ein-Anderthalb-Aus), sonst um einen Vorwärtssalto (zum Beispiel Voll-Ein-Zweieinhalb-Aus); statt Halb-Aus sagt man auch Barani-Aus, entsprechend für Rudi, usw.
Full – Salto rückwärts gestreckt mit 1/1 Schrauben
Ein Vierfachsalto rückwärts ohne Schraube ist die bisher höchste je in einem Wettkampf gesprungene Schwierigkeit.
Trampolinturnen in Deutschland
Trampolinturnen ist im Deutschen Turner-Bund (DTB) mit seinen Unterstrukturen eingegliedert. Auf den jährlichen Deutschen Meisterschaften werden die Deutschen Meister auf dem Trampolin in den Disziplinen Einzel, Synchron, Mannschaft und auf dem Doppel-Mini-Trampolin im Einzel ermittelt.
Die Trampolin-Bundesliga existiert seit 1973. Seitdem werden jährlich die Deutschen Vereinsmeister ermittelt.
Olympische Spiele und andere internationale Wettkämpfe
International wird das Trampolinturnen genauso wie Allgemeines Turnen, Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Sportaerobic und Sportakrobatik durch die Fédération Internationale de Gymnastique (FIG, Internationaler Turnverband) und die Union Européenne de Gymnastique (UEG, Europäische Turnunion) vertreten.
In Europa gibt es bislang drei Trampoliner, die in die sog. Hall of Fame aufgenommen sind. Anna Dogonadze (Deutschland), Irina Karavaeva (Russland) und Alexander Moskalenko (Russland) konnten in den Einzelwettbewerben sowohl die Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und die Olympische Spiele gewinnen.
Olympische Spiele
Seit 2000 (Sydney) ist Trampolinturnen (Einzel) olympische Disziplin. Die ersten deutschen Trampolinturner bei den Olympischen Spielen waren Anna Dogonadze und Michael Serth.
Für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen starteten Anna Dogonadze sowie der Weltmeister von 2003 Henrik Stehlik für die deutsche Mannschaft. Anna Dogonadze errang dabei das erste Trampolin-Gold für Deutschland. Henrik Stehlik erreichte den Bronze-Rang. Damit war Deutschland die erfolgreichste Trampolin-Nation bei den Olympischen Spielen 2004.
Bei der Premiere im Jahr 2000 waren zunächst je zwölf Männer und Frauen am Start. Ab 2004 wurde das Teilnehmerfeld auf je 16 erhöht.
Die bisherigen Olympiasieger
Frauen
2000 (Sydney) Irina Karavaeva (Russland)
2004 (Athen) Anna Dogonadze (Deutschland)
2008 (Peking) Wenna He (China)
Männer
2000 (Sydney) Alexander Moskalenko (Russland)
2004 (Athen) Juri Nikitin (Ukraine)
2008 (Peking) Lu Chunlong (China)
Internationale Wettkämpfe
Daneben finden regelmäßig Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, sowie große internationale Cups wie zum Beispiel Ostseepokal, Nissen-Cup, Grenzland-Cup etc. statt. Auch eine World-Cup-Serie gibt es. Diese geht über zwei Jahre und es finden in jedem Jahr fünf bis acht Wettkämpfe in verschiedenen Ländern statt. Bis zum Jahr 2008 wurde diese Serie mit dem World-Cup-Finale abgeschlossen. Danach wurde auf das Finale verzichtet, da seit 2009 die Weltmeisterschaften jährlich stattfinden. Lediglich in den Jahren der Olympischen Spielen gibt es keine Weltmeisterschaften.
Anfängergruppe
In unserer Anfängergruppe beginnen die TurnerInnen bereits ab 8 Jahren die ersten Erfahrungen auf dem Trampolin zu entdecken. Mit leichten Übungen werden die Voraussetzungen für große Sprünge geschaffen. Spielerisch werden die notwendigen Muskelgruppen aufgebaut und erste Haltungsgrundsätze erlernt.
Leistungsgruppe
Unsere Mädchengruppe besteht derzeit aus ca. 12 Aktiven SpringerInnen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. Etwas sportliches Geschick und Kondition ist notwendig, die Technik kann im Training erlernt werden.
Ziel ist, an verschieden Show-Wettkämpfen teilnehmen zu können. Alles was von Euch benötigt wird ist etwas Einsatz und die Lust auf Höhenluft.
Schaut vorbei!
- Trampolinspringen kann in der TUS-Gemeinde bereits ab 8 Jahren stattfinden
- regelmäßiges Training ist unabdingbar, da das Gerät viel Koordination, Kondition und Kraft abverlangt
- um ein Trampolin-Profi zu werden, benötigt Ihr ca.6 Jahre Training bei 2-4 Trainingseinheiten pro Woche
- enganliegende Kleidung ist für das Training zu empfehlen, rutschfeste Socken sind ein MUSS, Schläppchen sind zu empfehlen
- als Sportkleidung eignet sich immer enganliegende Sportbekleidung
- es sind immer Hallenschuhe in der Halle zu tragen (keine Straßenschuhe)
- für das Trampolinspringen sind rutschfeste Socken oder Schläppchen zu tragen
- zum Probetraining schnuppert einfach in die Übungsstunde rein
- achten Sie darauf, dass Sie vom Übungsleiter eine Schnupperkarte erhalten
- diese Schnupperkarte dient Ihrem Versicherungsschutz
- sollten Ihnen der Sport gefallen und Sie möchten regelmäßig teilnehmen, werden Sie bei uns Mitglied
Aktuelles aus unserer Abteilung
Erfolgreiche Rheinhessische Meisterschaften im Trampolinturnen in Hechtsheim
Erfolgreiche Rheinhessische Meisterschaftenim Trampolinturnenin Hechtsheim
Wieüblich hat sich unsere LeistungsgruppeTrampolin auch diesesJahr wieder zu den 16. offenen Rheinhessischen Meisterschaftenim Trampolinturnennach Hechtsheim aufgemacht. Leider sind von denneun gemeldeten Turnerinnendrei Turnerinnen krankheits- und verletzungsbedingt ausgefallen. Die übrigen sechs habensich aber tapfer geschlagen und den TuS 06 Nackenheim super präsentiert. Folgende Plätze haben wir belegt:
Wettkampfklasse P8 (1997/1998)
Alexandra Baldus 9. Platz
Lisa Bender10. Platz
Wettkampfklasse P7 (1999/2000)
Nina Kern 1. Platz
Katharina Gredy 5. Platz
Wettkampfklasse P6 (2001/2002)
Jill Vivienne Schneider 4. Platz
Mareike Prieß 6. Platz
Besonders freuen wir uns, dass wir es dieses Jahr das erste Mal geschafft haben einen 1. Platz mit Nina Kern zu belegen. Außerdem freuen wir uns, dass wirmit Lisa Bender und Katharina Gredy neben den "alten Hasen" wieder zwei Wettkampfneulinge dabei hatten.
Wie jedes Jahr bietetder Wettkampf, neben dem Spaßfaktor, eine tolle Möglichkeit sein Können unter Beweis zu stellen und sich mit anderen Vereinen zu messen. Nach dem harten Training der letzten Wochen genießen wir nun erstmal die Ferien :-)


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