Abteilung Judo
Kon′nichi wa shi yōkoso irasshaimashita!“ oder „Hallo, Guten Tag und Herzlich Willkommen!“
Mit ihren Trainern Volker Scherer und Michael Ludewig "raufen" in der Turnhalle der Carl-Zuckmayer-Grundschule etwa 25 Kinder auf der Matte. Gelehrt wird nicht nur eine Kunst der Selbstverteidigung, sondern ein moderner Wettkampfsport, bei dem durch das Trainieren von Angriffs- und Verteidigungsformen Körper und Geist gestärkt werden.
Disziplin ist dabei genauso wichtig wie Körperbeherrschung und Fitness. Diese Fähigkeiten sind keine Voraussetzung, sie werden hier erlernt und trainiert.
Trainingszeiten
| Trainingsgruppe | Trainingszeit | Ort | Übungsleiter/in |
|---|---|---|---|
| Judo Fortgeschrittene (ab 10 Jahre) | Grundschulsporthalle | Michael Ludewig | |
| Judo Bonsais (6 bis 10 Jahre) | Grundschulsporthalle | Michael Ludewig | |
| Judo Bonsais (6 bis 10 Jahre) | Grundschulsporthalle | Michael Ludewig | |
| Judo Fortgeschrittene (ab 10 Jahre) | Grundschulsporthalle | Michael Ludewig |
Das Wichtigste auf einen Blick
Im Internet gibt es zahlreiche Erklärungen zu diesem Begriff. Eine besonders gute ist bei Wikipedia zu finden. Hier Auszüge vom genannen Link:
Judo ist eine japanische Kampfsportart und bedeutet „Der sanfte Weg“ oder auch der „Grundsatz des Nachgebens“.
„Erfunden“ wurde der Judo 1882 von Jigoro Kano (1860–1938), der aus der Selbstverteidigungsform Jiu-Jitsu die gefährlichen Griffe, Schläge und Tritte herausnahm. Judo besteht heute hauptsächlich aus Wurf-, Fall- und Boden-Techniken. Kano entwickelte ein System (mit 2 Prinzipien), bei dem mit minimalem eigenem Krafteinsatz die größtmögliche Wirkung erzielt werden soll. Die Kraft des Gegners wird dabei geschickt ausgenutzt: sein Zug wird mit Druck, sein Druck mit Zug beantwortet, man bringt ihn so aus dem Gleichgewicht: "SIEGEN durch NACHGEBEN".
Prinzip 2: „Seiryoku zenyo“ oder: „Der bestmögliche Einsatz von Körper und Geist.“ Partner oder Freunde können miteinander kämpfen, ohne sich zu verletzen. Dabei lernen sie durch Rücksicht, sich gegenseitig zu respektieren und zu achten, um ein Ziel schneller zu erreichen.
Prinzip 1: „Jit kyoei“ oder: „Das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen.“
Beim Wettkampf versucht jeder Judoka durch Anwenden von Würfen seinen Gegner mit Kraft und Schwung auf den Rücken zu werfen (Ipponwertung), ihn eine gewisse Zeit im Haltegriff festzuhalten (25 Sekunden) oder ihn durch Hebel- oder Würgetechniken zur Aufgabe zu zwingen. Der Kampf ist beendet, sobald einer der Kämpfer einen vollen Punkt (Ippon), zwei Halbpunkt (Waza-ari) oder nach Ablauf der Kampfzeit (je nach Alter bei Kindern nach 2 oder 3 Minuten, bei Erwachsenen 5 Minuten, Ü 30=3 Minuten) die meisten Punkte erzielt hat.
Judo ist aber nicht nur Wettkampfsport. Auch durch das Ablegen von Gürtelprüfungen kann jeder „sein“ Judo betreiben. Dabei wird zwischen Schüler- (Kyu) und Meistergraden (Dan) unterschieden. Für jeden Gürtel sind eine bestimmte Vorbereitungszeit und die Techniken vorgeschrieben. Um einen nächst höheren Gürtel tragen zu dürfen, muss eine Prüfung abgelegt werden. Für herausragende Leistungen im Wettkampfbereich oder Arbeiten im Verband können Gürtel auch verliehen werden. Aber: der 1. Dan (erster Schwarzgurt) wird nie verliehen! Ab dem 6. Dan (rot-weiß) werden die Gürtel nur noch verliehen. Der 10. Dan ist die höchste Graduierung.
In jedem Fall hat jeder Einzelne beim Judotraining bestimmten Regeln zu folgen, den sog. Judowerten. Diese Werte machen Judo zu einem besonderen Sport, denn es geht vor allem darum, mit dem Partner zusammen zu trainieren und erst später um ein faires Kräftemessen.
Nicht jeder Judoka muss auch Wettkämpfer sein. Kondition, Kraft und Beweglichkeit werden nicht vorausgesetzt, sondern nach und nach aufgebaut. Judo bietet somit auch als Ausgleichssport viele Möglichkeiten, um persönliche und sportliche Erfolgserlebnisse zu erzielen. Gerade im fortgeschrittenen Alter bieten Techniktraining und Gürtelprüfungen (Kata) viele Varianten einer sinnvollen sportlichen Beschäftigung. Judo ist nach Ansicht vieler Pädagogen ein hervorragendes Mittel, den Stress des Alltags abzubauen und für Kinder besonders gut geeignet. Nebenbei werden Eigenschaften wie Fairness, Rücksichtnahme, Höflichkeit, Kameradschaft und Konzentrationsfähigkeit als charakterbildende Elemente durch Judo gefördert, die gerade Kindern z. B. in der Schule sehr zugute kommen.
Freitagstraining steht das Erlernen der Grundfertigkeiten im Vordergrund. Gleichgewicht, Kraft und Geschicklichkeit sind dabei die Voraussetzungen für die Fallübungen und der verschiedenen Wurf- und Bodentechniken.
Die höchste Form des Judotrainings ist der Wettkampf! Das ist auch unser Ziel. Die etwas Fortgeschrittenen können im Dienstagstraining spezielle Tricks und Techniken für den Wettkampf lernen.
Für die jungen Wettkämpfer werden zumeist Einzelkämpfe ausgetragen, aber es gibt auch Mannschaftswettbewerbe. Die Kämpfer werden dabei in verschiedene Alters- und Gewichtsklassen eingeteilt. Jungen und Mädchen kämpfen getrennt. Die Teilnahme an einem Wettkampf ist aber keine Verpflichtung. Auch das Erreichen der nächst höheren Gürtelstufe ist ein lohnendes Ziel.
Bist du bereits in der Schule und mindestens 6 Jahre alt, dann hast du die erste Voraussetzung auch schon erfüllt!
Dann brauchst du nur noch etwas Mut zu sammel, die unten genannten Sachen mitzubringen und dann kann dein erstes Judotraining schon starten!
Zu Beginn reichen eine Trainingshose, ein T-Shirt und die Bereitschaft, etwas Neues lernen zu wollen. Trainiert wird barfuss auf einer Matte. Dennoch sollen Badeschlappen und ein Getränk (am besten Wasser) in der Trainingstasche nicht fehlen.
Bitte nicht in den Trainingssachen anreisen!
Judo ist ein Kontaktsport, deshalb solltest Du keine Angst haben, andere Kinder anzufassen!
Wir freuen uns, Dich kennenzulernen! 
Allgemeine Hinweise zum Judoverband
Judo ist mehr Wettkampfsport als Selbstverteidigung. Aber nicht jeder möchte sich im sportlichen Wettkampf mit anderen messen. Auch diese Sportler haben die Möglichkeit, ihr Können durch Ablegen von Gürtelprüfungen zu zeigen. Dies wird durch das Tragen der verschiedenfarbigen Gürtel für andere sichtbar.
Sportliche Erfolge und Gürtelprüfungen werden im sog. Judopass (Mitgliedsausweis) eingetragen. In dem Pass werden auch die jährlich vom Judoverband herausgegebenen Jahressichtmarken eingeklebt.
Die Jahressichtmarke ist der Nachweis, dass der Sportler im Judoverband angemeldet ist und dass er im Gültigkeitsjahr an Lehrgängen, Gürtelprüfungen und Meisterschaften teilnehmen darf. Während die Jahressicht-marke jährlich vom Sportler gekauft werden muss, ist die Anschaffung des Judopasses einmalig und dieser begleitet den Judoka sein ganzes Judoleben. Deshalb sollte auch immer gut auf den Pass Acht gegeben werden.
Warum erhalten Sie diese Information? Sie sollen wissen, warum und wie sich die Kosten errechnen (erklären).
Der Pass kostet einmalig 12,50 € und die Jahressichtmarken auch jeweils 16,00 €/ Jahr.
Der Verein muss an den Judoverband eine Verbandspauschale in Höhe von 25,- € und eine Kampfrichtergebühr in Höhe von 50,- € zahlen. Bei Einsatz eines Vereinskampfrichters auf Turnieren und Meisterschaften wird dem Verein von Verband pro Einsatz 2,50 € erstattet. Da der Verein aber keinen lizenzierten Kampfrichter hat, kann vom Verband die Kampfrichtergebühr auch nicht erstattet werden.
Die Passbestellung erfolgt über ein Portal beim Deutschen Judobund. Um eine Bestellung über das Portal abzuwickeln, muss der Verein sich bei diesem Portal registrieren. Dies kostet dem Verein jährliche Gebühr von 10,- €.
Da der Judoverband mehr Gebühren fordert als dies bei anderen Sportverbänden der Fall ist, die im TuS angeboten werden, hat sich der Vorstand darauf festgelegt, einen Zusatzbeitrag für Judo in Höhe von 18,- €/ Jahr/ Mitglied zu erheben, damit diese Mehrkosten gedeckt werden können. Dieser Beitrag wird zusammen mit dem Mitgliedsbeitrag eingezogen.
Spezielle Anfängerlehrgänge gibt es nicht, du kannst jederzeit bei uns einsteigen.
Solltest Du Lust haben Dir Judo mal anzuschauen, dann nimm bitte VORHER Kontakt mit uns auf.
Anfragen und Voranmeldungen für ein Probetraining können gerne per Mail oder telefonisch an uns gerichtet werden.
Unter der Rubrik >Voraussetzungen< erfährst du, was zum Training mitzubringen ist.
Aktuelles aus unserer Abteilung
„Corona zieht uns NICHT runter“ - Onlinetraining Judo in Coronzeiten
„Corona zieht uns NICHT runter“ - Onlinetraining Judo in Coronzeiten
Unter diesem Motto forderten sich die Judokas der TuS Nackenheim jede Woche aufs Neue heraus: Um in Zeiten des Verbotes für Kontaktsportarten fit zu bleiben, trainierten die Männer und Frauen, Jungs und Mädchen der Judoabteilung des Nackenheimer Sportvereines von zu Hause aus. Wem das Onlinetraining via Youtube oder das Angebot der umliegenden Judovereine nicht ausreichte, konnte sich auch mit den Vereinskameraden messen. Jede Woche wurde eine Übung ausgesucht, die alle zu Hause auf engstem Raum machen konnten. Gezählt wurden alle Wiederholungen, die von Montag bis Sonntag absolviert wurden.
Um auch den Kleinen aus der „Bonsaigruppe“ eine faire Chance zu geben, wurden deren Punkte verdreifacht, die der größeren Kindern verdoppelt. Bei den Erwachsenen zählte jede Wiederholung einfach. Als Gewinn winkte jedem ein extra für das Event designtes T-Shirt.

Die Sieger:
Judth und Rebecca (Assistenztrainer Judo), Henry und Finn (Bonsai-Judoka), Volker (Co-Trainer Judo), Michael (Abt.-L Kampfsport und Männersache)
Cheftrainer Michael Ludewig (2. Dan) war jeden Sonntag aufs Neue erstaunt, zu welchen Höchstleistungen selbst die Kleinsten fähig sind. So wurden von zwei Kindern aus der „Bonsaigruppe“ (bis 10 Jahre) über 11.000 Hampelmann-Sprünge und fast 400 Dips geschafft. Bei den Erwachsenen reichten z. B. 350 Purpees, 14 min. Plank-Hold, 2.705 Treppenstufen und 1.050 Liegestütze zum Sieg. Die Sieger erhielten ein selbstdesigntes T-Shirt.
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Interreg Judo Team Competition
Interreg Judo Team Competition
Zum ersten kombinierten Lehrgang und Wettkampf ging es für Helen Werling (TuS 06 Nackenheim) am 24.04.2021 ins nationale Sportzentrum Centre National Sportif et Culturel d'Coquenach Luxemburg. Bei der Interreg Team Competition U17 trainierten und kämpften die Nachwuchshoffnungen aus dem Rheinland, der Pfalz und Luxemburg.
Mit strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zu Coronazeiten mussten alle Teilnehmer mit einem negativen Schnelltest einreisen und einen weiteren Schnelltest vor Ort durchführen lassen. Erst danach ging es ins Dojo (Halle). Hier bestand Maskenpflicht für alle, außer den Teilnehmern direkt auf der Judomatte. Luxemburgs Nationaltrainer Sascha Herkenrath und die IJC Sekretärin Sylvie Bach begrüßten die Judoka. Nach einem gemeinsamenAufwärmen startete dasTraining mitvier Boden- und acht Standübungskämpfen (Randoris). Anschließend ging es in die wohlverdiente Outdoor-Pause mit einem üppigem Essen.

Nach der Mittagspause startete der Team-Wettkampf.Hier tratenzwei zusammengestellte Teams aus deutschen und luxemburgischen Judoka in zwei Runden gegeneinander an. Als Kampfrichter fungierten Tom Schmit aus Luxemburg und der rheinländische Präsident Carl Eschenauer. Lea Fedorov (JC Bad Ems) betreute das Team. Am Ende gewann Team 2 mit den rheinländischen Judoka Arlette Junges (JC Bad Ems) und Helen Werling (TuS 06 Nackenheim), die allesamt zur Zeit als Kaderathleten/innen am Landesstützpunkt in Bad Ems trainieren.
Eine tolle Maßnahme die gezeigt hat, wie Judo in der Pandemie funktionieren kann. Eine Wiederauflage ist schon im Juni in Bad Ems geplant, wenn es die deutschen Bedingungen zulassen.
